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Kunst \
Kunst als Inzestprojektion
Kunst ist ähnlich wie Krankheit Magie, aber nicht ohnmächtig verstrickt am Körper, sondern dinglich abgespalten. Eine magische Bannung des inzestuösen Todessogs, eingeschlossen in Objekte.
inzestuöse Randphänomene
"Wenn nicht alles täuscht, verdankt sich Kunst an ihrem Ursprung der Projektion der »hypostasierten Einheit«, des Inzestbegehrens als des Inbegriffs scheiternder Individuation, des Lebenslimes »nach außen«, und je nach der konstituierten Kunstart differiert die Regressionstiefe des kunstbegründenden erotische Autarkie bezweckenden »Splits«. (...) Kunst ist also Magie, und ihre adaptive Funktion besteht darin, abgespaltenes und eingehülltes Gedächtnis der inzestuösen Existenzgefährdung zu sein."
Psychoanalytische Musikinterpretation in der Gruppe in: Zeitschrift für Musiktheorie 7, 1976, 24
 
 
 
Verweise
 
Jede Symbolisierung ist eine Bannung des inzestuösen Ursprungs, so auch die Kunst, die allerdings durch ihre gegenständliche Veräußerung die pathologische Selbstanhaftung vermeidet.
Kunst beschwört die sich als Pathologie manifestierende Katastrophe der Rückaneignung der Dinge (»Dingefraß«), indem sie sie nochmals veräußert.
Kunst