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Kunst als Katastrophenklage
Kunst beschwört die sich als Pathologie manifestierende Katastrophe der Rückaneignung der Dinge (»Dingefraß«), indem sie sie nochmals veräußert.
Katastrophenbeschwörung
"Das weltlich abgestürzte Jenseits, Pathologie, geht aus suizidalem, ebenso anderem todbringendem Bombenfraß hervor. Und Kunst, zumal Musik, beschwört diese Seinskatastrophe im Grunde; und treibt die Obsekration - verhallendes Selbstgedenken - selbstbezüglich in sich selbst hinein - der sterbende Gott. Und derweil, unaufhaltsam, geschieht gleichwohl das nebenan, was sie, also seiend vergeblich, von Anfang an kon-genial damit, zu bannen sucht: Apokalypsen."
Psychoanalyse der Ästhetisierung von Gewalt. Von der Grausamkeit der Musik; in: Ch. auf der Horst (Hg.), Ästhetik und Gewalt. Physische Gewalt zwischen künstlerischer Darstellung und theoretischer Reflexion, 48

 
Verweise