Name
Passwort
Themen

Passagen
Literatur
Der literarische Text zeichnet sich dadurch aus, dass er seine Produktion verbirgt und dadurch eine Kraft der Verführung entwickelt. Das konstitutive Opfer wird im Produkt verleugnet.
Auto-Referentialität der Literatur
"Was nämlich unterscheidet den Literaturtext als künstlerischen Text von anderen nichtkünstlerischen, was macht ihn so notorisch imponierend? Es kann nicht nicht dieser Selbstbezug auf sich selber als Text eben dieses Wesens sein, der dafür sorgt; Selbstbezug indessen keineswegs in einer identischen Erscheinungsform nur, etwa in der eben sogenannten "endzeit­lichen". Wenn ich recht sehe und ein wenig noch auf Verdacht gesagt, so müßte es wenigstens drei typische Erscheinungsformen der "Auto-Referen­tialität" geben: die sakrale, die profane und eben die eschatologische. Die sakrale stellt den Selbstbezug unter Vorbehalt, die profane gibt diese Vorbe­haltlichkeit in Medialität hinein auf, die eschatologische stellt diesen als solchen dar. (...) Selbstbezug - dies kriterial Imponierende -, es meint an diesem Weibsleichen-Mutterleib-memorial mit seiner memorial-repräsentativen Auflassung genannt Text, die im Toten verbleibende Scheinhaftigkeit, das grundlegende Opfer post festum als null und nichtig zu erklären, das Geopferte also als restituiert/restituierbar zu unterstellen, dem Disponibilitätsgebilde den Status der Jungfräulichkeit, anlockender Virginität, on dit, zurückzuerstatten."
Was ist ein literarischer Text - psychoanalytisch? in: Omissa aesthetica, 73f.

 
Verweise