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Indifferenz - Differenz \
Medien
Funktion der Medien ist die Einebnung der Differenzen, sie sind das vollkommene Gedächtnis, die totalisierte Vermittlung in der Form der Vergleichgültigung der Inhalte.
Medien
"Die phantasmatische Vollendung der Produktivkräfte als Todestriebrepräsentanzen sind epochal die Medien, das selbst produzierende Gedächtnis; zusammengefaßt das Medium aller Medien: das absolute Kapital, der einzige Herr der Produktionsverhältnisse, in welchen sich der Stand der Produktivkräfte, im Sinne einer Selbstabbildung, imaginiert; so wie sich das Kapital in den Medien autosymbolisiert. Beide, Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse, widerstreiten sich eben nicht, sie konspirieren vielmehr miteinander, allzeit nach der Maßgabe des auf Todesabschaffung abzweckenden, die Welt in ein künstliches Paradies, in die »Neue Erde«, verwandelnden Todestriebs."
Die Vermittlung findet nicht statt. Über die Verfehlungen von und zwischen Psychoanalyse und Marxismus; in: Pathognostische Studien IX, 68
 
 
 
Verweise
 
Ähnlich wie der Traum sind die Medien eine imaginäre Simulation als Abwehr der Realität, die Schaffung einer in sich homogen Welt.
Das Objekt des Begehrens ist die Absolutheit als Indifferenz von Leben und Tod, Auslöschung jeglicher Differenz, Universalisierung der Vermittlung, Freiheit von Schuld.
Die Medien sind die totalisierte Vermittlung, die Auslöschung der Differenz, die Vergleichgültigung der Inhalte in einem universalen Gedächtnis.
Die Medien stellen eine Verwirklichung der Indifferenz dar. Sie entsprechen dem Geschwisterinzest. Der Geschwisterinzest ist die Einebnung der sexuellen Differenz.
Die Selbstauslieferung an die Bildschirmbilder ist ein Zustand des Dauerträumens, die Indifferenzierung von Tiefschlaf und Wachen, und das ist die Psychose.
Indifferenz - Differenz