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Mensch
"Wir sind uns selbst schier ungewachsen, hoffnungslos der Selbsterlösung harrend, dem Hiatus zwischen der großen Emergenz des Selbstbewußtseins, dem, wie gottesbeweislich, Sichwissendenwissen, und, unausweichlich kontradiktorisch, der tödlichen Sterblichkeitsschande."
Pathognostische Interventionen I, 57
"Mensch, sich selbst nicht gewachsen, sei das Gewaltwesen schlechthin. Und das macht die Letztemergenz des menschlichen Selbstbewußtseins, die Schlußprätentiose Sichwissendenwissens, in ihrer ganzen inkompatiblen Kontradiktion zu unserer Sterblichkeit, der unaufhebbaren Arepräsentativität des Todes, probate Selbstbeschwörung seines perpetuierten Entzugs. »Todestrieb« - Fundamentaltestimonium menschlicher Wesensnot, entropisch endlos am Ende vermählt mit seiner von ihm selbst erschaffenen Todespräsumtion; Apotheoseiterarium ineins mit seinem letalen Absturz - des »Todestriebs« selbstliquidierende Erfüllung."
Pathognostische Interventionen III, 104
"Der Abgrund der Selbstbewußtheit - jene Freilassung des Menschen aus der Natur vermag der Mensch nur mit sich selbst wiederum aufzufüllen; er stürzt im Absturz seiner Entstehung notwendig auf sich und in sich selbst zurück. In diesem Prozeß scheint es weiter nun immanent unvermeidlich, ein totales quid pro quo zu inaugurieren, nämlich das Nichts des Selbstbewußtseins im Absturz auf es hin mit materialer Inzestvernichtung, substantieller Heteronomie, Selbst-losigkeit zu identifizieren und entsprechend dann in einer ganzen so eingerichteten Evolutionsserie - von der Zeugung bis zur ödipalen Phase - dies ganze maternale Verwechselte seiner Umkehrung im beendeten Abgrund, dem Selbstwerdungs-Aufprall auf das Spiegelbild und der Metamorphose in es hinein, als Wiedergeburt aus dem Vater zu opfern."
Taumel und Totenstarre, 133

Ausführungen  
vorläufige Notizen