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Metaphysik als Todesparierung
Philosophie als grandioses Verfälschungsunternehmen: das, was dem Verfall unterworfen und grundlos ist, zum Grund seiner selbst zu machen. Metaphysik etabliert sich als Todesparierung.
Metaphysik als Todesparierung
"Wie also geht die Konterkarierung kurzum des Todes vonstatten? Durch eine anfängliche, ich bin versucht zu sagen, not-wendige, Verfälschung, eine insofern auch unaufhebbare Alteration, als ihr Kontrapart immer nur im nachhinein voraus als Movens ihrer selbst erhebbar ist, nicht indessen als ihre isolierbare Alternative. Auf den Punkt besteht sie, die Verfälschung, darin, die Grundlosigkeit des nichtsdurchzogenen Seins, dieses haltlosen Dritten-Alles, umzuwenden in dasjenige, was sich selbst sein eigener Grund sei: »causa sui«, in das Absolute demnach: »ens a se«, den Seinshervorgang aus dem Wesen, der »existentia« aus der »essentia«, den Gott, der folgerichtig dann aus dem Nichts schafft: »creatio ex nihilo«."
Wozu Philosophie?; in: Pathognostische Studien VII, 17
 
 
 
Verweise
 
Einheit gegen Vielfalt: Abwehr von Verstreuung, Verlust, Zerfall. Konventionelle Philosophie (Metaphysik) ist eine Ganzheitsbeschwörung, die sich letztlich vollendet im Gottesphantasma.
Philosophie