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Mutter-Sohn-Inzest
Mutter-Sohn-Inzest
"Die Ausgangskonstellation - filiale Zentralperspektive - sei der Mutter-Sohn-Inzest; und dessen dingliches Kulturkorrelat die Konsumtion. Woher aber rühren die beiden ersten Bezugsgrößen Mutter und Sohn? Und muß es nicht ungereimt scheinen, dass so die Konsumtion den Anfang macht, wo sie notorisch doch, folgend auf Produktion und Zirkulation/Tausch/»Aufzeichnung«, am Ende steht? Ferner kommen Kompabilitätsnöte zwischen dem unterstellten heterogenerativen Beginn - Mutter-Sohn - und dessen christlicher Umwendung - der urinitialen Sohneszeugung und Geburt durch den Vater - auf, insofern relevant, als die »Abendländische Metaphysik« sich auf sehr lange Wegstrecken hin doch christlich ausgestaltete."
Hype-Thinking. Über Dingdimensionen und Inzestformen, 32
 
 
 
Verweise
 
Inzest
Der Inzest ist die Anmaßung des eigenen Ursprungs im alles Andere ausschließenden Selbstbezug. Letztlich ist der Inzest tödlich wie auch der Tod selbst als Zusammenfall mit sich selbst.
Die Inzeste des Ödipuskomplexes: der oral-einverleibende Mutter-Sohn-Inzest, der anal-ausstoßende Vater-Tochter-Inzest und der urogenitale Geschwisterinzest werden zugeordnet den Bereichen der Konsumtion, Produktion und »Aufzeichnung«.