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Mythosophie
Mythen bieten einen szenischen Aufschluss zu Opfer- und Schuldverhältnissen hinsichtlich kultureller Dinge, besonders der griechisch-römische Mythenbestand.
Mythosophie
"Welchem Zweck untersteht meine »bestimmte Verwendungsart« von Mythen? Sie dient dem Zweck des intellektuellen Aufschlusses der im Mythos jeweils betroffenen Kulturphänomene. (...) Es handelt sich - so meine Mythenbeanspruchung - um so etwas wie »szenisches Verstehen«, also um Psychoanalyse »avant la lettre«, ja um eine diese in ihrer genealogischen Valenz auf Philosophie hin überbietende Maßnahme, auf dem Weg zu einer Psychoanalyse der Sachen (Sartre)."
Neuerlichste Orphizismen. Gedanken zur Genealogie von Musik; in: Pathognostische Studien X, 152
Offenlegung kulturkonstitutiver Opferverhältnisse
"... daß ich die einschlägigen, in dissidenter Philosophie beheimateten Aufklärungsinstrumentarien aus mythologischen, antiken, griechisch-römischen, Kontexten beziehe, also aus der insgesamt Kultur- und damit zumal Technik-genealogischen Bodenlosigkeit des Mythos, der es nicht verschmähte, seiner kulturlegitimatorischen Hauptfunktion unbeschadet, gleich zu Beginn solch aller Kultur Opferprovenienz, deren Gewaltcharakter, deren Schuldunabkömmlichkeit bloßzustellen."
Arbeit - Technik - Tod. Einige mythosophische Überlegungen zu Hephaistos, Daidalos und Helios; in: Pathognostische Studien III, 193
 
 
 
Verweise
 
Mythen sind ein Gedächtnis der sich verhüllenden Menschheitsprozesse in Gestalt von aufschließbaren Metaphern.