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Pathognostik \
Mythosophie
Mythen bieten einen szenischen Aufschluss menschlicher Kulturschöpfungen, also der Dinge. Besonders favorisiert von der Pathognostik ist der griechisch-römische Mythenbestand.
Mythosophie
"Welchem Zweck untersteht meine »bestimmte Verwendungsart« von Mythen? Sie dient dem Zweck des intellektuellen Aufschlusses der im Mythos jeweils betroffenen Kulturphänomene. (...) Es handelt sich - so meine Mythenbeanspruchung - um so etwas wie »szenisches Verstehen«, also um Psychoanalyse »avant la lettre«, ja um eine diese in ihrer genealogischen Valenz auf Philosophie hin überbietende Maßnahme, auf dem Weg zu einer Psychoanalyse der Sachen (Sartre)."
Neuerlichste Orphizismen. Gedanken zur Genealogie von Musik; in: Pathognostische Studien X, 152
Genealogica Bd. 43. Essen: Die Blaue Eule. 2010
Begriffe: Mythologie,
 
 
 

Verweise
 
Mythen sind ein Gedächtnis der sich verhüllenden Menschheitsprozesse in Gestalt von aufschließbaren Metaphern.
In den Mythen zeigt sich ein Zusammenhang zwischen menschlichen Dingen und den ihnen zugrundeliegenden Opfer-, Gewalt- und Schuldverhältnissen.
Kultur
Die vom Menschen geschaffenen Dinge - Kultur - sind Spiegelungen der menschlichen Gewaltverfassung, die sich zuspitzend austrägt als Ödipuskomplex, Narzissmus, Todestrieb. Der Glaube an die Unschuld der Dinge ist eine lebenserhaltende Täuschung.
Pathognostik