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Nähe zur Psychose
Die Selbstbezüglichkeit des Traums - dass die Traumarbeit der Trauminhalt ist - stellt sich als eine der Psychose verwandte Distanzlosigkeit dar.
Nähe zur Psychose
"Bleibt als Traumgedanke, als somniales Material einzig die Traumarbeit selbst in actu übrig - so ja das Kriterium des »funktionalen Phänomens« -, so fallen Traumgedanke und Trauminhalt ebenso zusammen, wie das Träumen und die Traumerinnerung. In der penetranten Selbstreferentialität der Traumarbeit passiert weiland so etwas wie die Infinitesimalisierung der Traumgrenzen, der -übergänge im Traum selbst dann, die keinerlei Spielraum mehr der Überdetermination erlaubt und eine Hyperaktualität von Zeugenschaft stipuliert, die sich dem Terror der psychotischen Selbstbeiwohnung als mindest verwandt erweist."
Selbstreferentialität in der Psychoanalyse. Zum heterodoxen »funktionalen Phänomen« Herbert Silberers; in: Pathognostische Studien V, 109

 
Verweise  
Psychose ist Todeseinbehaltung, das heißt, es fehlt an Todesveräußerung als Repräsentation/Dinghervorbringung. Psychose ist somit der Versuch der Aneignung des Ursprungs.
Der Traum besitzt eine doppelte Funktion: er schützt vor der Tödlichkeit des Tiefschlafs, indem er den letalen Sog repräsentativ aufhält, und vor dem Aufwachen, indem er Außenreize traumimmanent abbildet.