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Nahrung
Einswerden mit dem Nutriment
"Bitte, unterstellen Sie das Gesamt des Metabolismus, der Nutrition, dem ¬ĽBegehren¬ę, d. i. der Passion des restlosen (restlosen!) Einswerden mit dem Nutriment, dem oralen Grundinzest, der subsistentiell basalen Indifferenz. Kein Weg f√ľhrt daran vorbei, sofern diese Supposition sich ja als Seinsgenerator schlechterdings vor-gibt, wenngleich, dawider, t√∂dlich ausfiele, wenn diesem Ursprungssog nicht in sich und durch sich selbst Einhalt geboten w√§re: je in dessen Abbremsung wie in Rationen sich die Gesamtdigestion im Zusammenhang ausf√§llte; allzeit davon bedroht, sich - Ralentation - pathogen zu √ľberrennen: sich, dann schlie√ülich letal, ganz auf einmal, zeittilgend peremptorisch, zu vollstrecken."
Schimpfwörter - aufgeklärt wider ihre besinnungslose Ubiquität; in: Pathognostische Studien XII, 156
inzestuös stigmatisierte Nahrung
"Beispielhaft betreibt er [der Todestrieb] nutritiv die wirkliche Anderenzerst√∂rung zum Zweck der Selbsterhaltung, die freilich allerlei symptomatische Misshelligkeiten - bis hin zu ihrem end­g√ľltigen Versagen im Tode - sanktionell durchfurchen - man mag sich wundern, weshalb nicht noch viel mehr viszerale Erkran­kungen aufkommen bei soviel massiv inkulpierender Inzest­lizenz, deren technologische Verschiebung in die Nahrungs­mittel­industrie das imagin√§re S√§uglingsgebaren an Gewalt unendlich √ľberbietet und die - kein untriftiger Grund der martia­len Korrumpierbarkeit der Dinge/Waren dann - das Nutriment todestrieblich-inzestu√∂s zum Dingparadigma √ľberhaupt avancieren macht."
Todestrieb. Programm einer Revision; in Todesnäherungen, 42f.

Ausführungen  
Es l√§sst sich folgende Sequenz formulieren: die Nahrungsaufnahme ist inzestu√∂s stigmatisiert - dieses inzestu√∂se Begehren (es gibt kein Au√üen, alles ist in mir) scheitert an der Def√§kation - koprophagisch w√§re der Inzest (das Einssein mit mir) zu retten, aber mit letalen Folgen - stattdessen dann der vorl√§ufig rettende √úbergang von den Exkrementen zu den Dingen - und von den Dingen her dann die R√ľckaneignung der Dinge in den K√∂rper (Psychose - die ¬ĽArschmahlzeit der Dinge¬ę).