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Nahrung
"Beispielhaft betreibt er [der Todestrieb] nutritiv die wirkliche Anderenzerstörung zum Zweck der Selbsterhaltung, die freilich allerlei symptomatische Misshelligkeiten - bis hin zu ihrem end­gültigen Versagen im Tode - sanktionell durchfurchen - man mag sich wundern, weshalb nicht noch viel mehr viszerale Erkran­kungen aufkommen bei soviel massiv inkulpierender Inzest­lizenz, deren technologische Verschiebung in die Nahrungs­mittel­industrie das imaginäre Säuglingsgebaren an Gewalt unendlich überbietet und die - kein untriftiger Grund der martia­len Korrumpierbarkeit der Dinge/Waren dann - das Nutriment todestrieblich-inzestuös zum Dingparadigma überhaupt avancieren macht."
Todestrieb. Programm einer Revision; in Todesnäherungen, 42f.
"Der in der Anorexie thematisierte Ort der Schuld ist das Nahrungsmittelwesen insgesamt. Und in dieser objektiven Größe besteht der Gehalt der Schuld darin, daß die alimentären Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse ein Unmaß an Nichtäquivalenz, Nichtausgleich aufweisen. (...) Der/die Kranke verhält sich zum Essen so, als sei die Nahrung tabu, behaftet also in sich selber mit schwerer verschlossener Schuld, die sich im Verzehr, den Verzehrenden letztlich vernichtend, freisetzt."
Programmatischer Vorschlag zu einer Ausweitung der Psychoanalyse auf Objektivität; in: Pathognostische Studien II, 18ff.

Ausführungen  
vorläufige Notizen