Name
Passwort
Themen

Passagen
Subsistenzsexualität \
Nahrung als Verfolger
Das sich als Anorexie manifestierende Unbewusste der Nahrung (die Schuld der Nahrungsmittelproduktion und -verteilung) macht die Nahrung zum Opfergott, der mich verschlingen will.
Anorexie
"Der dem Symptom innewohnende objektive Außenbezug ist anorektisch das Nahrungsmittel. Dessen pathognostisch kriteriale nicht passager symbolische Auffassung besagt, dass alle nutrimentale Symbolik das bleibende Wesen des Nutriments selbst schon ausmacht, dessen bewusst gemachtes Unbewusstes. Das manifeste objektiv-dingliche Unbewusste bestimmt sich in der Art eines Tabus als göttliche Autarkie, die - ebenso wie die pathogen angemaßte des Körpers - in ihr Gegenteil radikaler Bedürftigkeit hinein kollabiert und also zum Opfermoloch wird: allerhungrigste Nahrungsmittel, die transsubstantiiert hinter mir als ihr Fraß her sind - Fressen oder Gefressenwerden. Entsprechend garantiert die auch psychoanalytisch übliche symbolistische Entschärfung der Nutrimente, wider alles Gedächtnis und also dubioserweise, die Nahrungsaufnahme."
Zur Institutionalisierung der Pathognostik; in: Pathognostische Studien VIII, 194
 
 
 
Verweise
 
Subsistenzsexualität