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Opferzurichtung
Eine visuelle Fetischisierung ist die Voraussetzung der (männlichen) Sexualität. Diese Verbildlichung verengt sich vom Gesamtkörper zum Genitalbereich. Dem so zur Disposition gebrachten Anderen gegenüber bringt sich dann die Erektion in Stellung.
1. Phase: Opferzurichtung des weiblichen Körpers
"Die erste einschlägige Rahmenmaßnahme im Zusammenhang der Normal­fetischisierung von Sexualität im engsten Sinne wäre Ikonisierung zu nennen. Dem zum Gesamtkörper metonymisierten/metaphorisierten Regres­sions-, Inzestwunsch entspricht auf der Gegenseite das Mortalitätsanalogat zum Spiegelbild, gestaltkonserviert, doch phantasmatisch totalentrückt: Ganzporträt-, Ganzakthaftigkeit von Frau." Dann die "Verausschnittung des Genitalsektors: Fragmentierung/Isolierung, die angemessen disponibel Todesspiegelung der jenseitigen Erosverdichtung, Metaphorisierung." - "Die Opferhandlung ist angelaufen." "Die nächste dritte dornenreiche Arbeits­maßnahme sieht sich vor der Aufgabe, den eigenen Erektionsprogreß restlos im gleichermaßen zur Disposition fortgeschrittenen Gegenüber extrapolativ zu machen, zu spiegeln."
Philosophie der Sexualität; in: Die Eule Nr. 10, 1983, 57f.
 
 
 
Verweise
 
Aus männlicher Sicht gelingt die körperliche Vereinigung - das Eindringen - nur dann ohne Erektionsverlust, wenn der umfangende Hohlraum zu einer Selbsteinstülpung wird.
In der (männlichen) Ejakulation wird der durch die vorangegangenen Dispositionsmaßnahmen gewonnene Selbstraum in einem selbstvergöttlichenden Indifferenzdelir ausgefüllt.