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Psychopathologie \
Paranoia
Das eigene Innere wird reklamiert als Schutz gegen das bedrohende Äußere; vorausgegangen ist eine Anmaßung der Aneignung, eine scheiternde Fremdbemächtigung.
Paranoia
"Paranoia, Über-denken - der schwer verwundete Rückzug in die Binnen­zementierung, das Sicheinrichten in rigider Selbstreferentialität, verschuldet sich dem - ausgeblendeten - Vorausgang schier nothaften Superbegehrens: der phantasmatischen Allverfügung über Alles und Jegliches an realer Exteriorität, Letztanmaßung, die sich eine »blutige Nase« an diesem inflationären Bemächtigungsansinnen verpaßt, und deshalb, in sich hineinzufliehen genötigt, sich je mittels eines Rests hastig noch verschluckter, also zu Beisichselbstseinsrelikten des »inneren Sinns« neutralisierter Sprengstücke, dräuend verschanzt; ja, im Extrem aber zum Gegenschlag - Fluchtumkehr zum Angriff - wider das fortwährend rächende Verfolgtwerden - auslangt."
Tropologien zu D. Strassbergs »Der Wahnsin der Philosophie«; in: Pathognostische Studien XIII, 98
 
 
 
Verweise
 
Die Mutter ist die Verfolgerin des Sohnes, das ist das primäre paranoische Verhältnis. Die Funktion des Vaters wäre der Schutz des Sohnes vor der Mutter, was ihm nicht gelingt. Die Folge ist die Homosexualisierung des Mannes – das paranoische Verhältnis unter Männern, das alle Weiblichkeitsreminiszenzen an ihnen auslöschen will.
Psychopathologie