Name
Passwort
Themen

Passagen
Pathognostik
Pathognostik
"Nach pathognostischem Verst├Ąndnis gibt es keine Krankheit ausmachenden subjektiven Zutaten zu den Dingen; alle solchen vermeintlichen Zutaten, die tunlichst wieder weggeschafft werden sollen, holen aus den Dingen selber blo├č diejenige Dimension hervor, die ihnen wesentlich (im buchst├Ąblichen Sinne: also letal) innewohnt, die ├╝blicherweise aber vergessen wird, und wenn sie hervorkommt, zum randst├Ąndigen Betriebsunfall verf├Ąlscht zu werden pflegt. Es ist dies die ┬╗ontologische┬ź Dimension des Opfers (der Schuld, der Gewalt), auf deren objektive Ankunft als die Erf├╝llungsgestalt von Krieg und Apokalypse der Kranke nicht warten kann, die er vorwegzu­nehmen und in dieser Vorwegnahme zu beschw├Âren sucht, wodurch er sich zum Opfer derselben macht, das deren Bann nicht bricht, sondern be­glaubigt. Krankheit als der untere Weg der Selbstrettung, diese als Gewalt­partizipation unter dem Deckmantel, diese Gewalt au├čer Kraft zu setzen."
┬╗Der Platz ist verflucht┬ź. Zur Pathognostik von Tabur├Ąumen (Agoraphobie); in: Retro II, 141f.
pathognostische Voten
"Wie lauten hier nun unsere pathognostischen Voten? Wir machen den magischen Charakter, die magische Prophylaxe der Pathologien (und ├╝berhaupt der Abweichungen) stark - sie sind imagin├Ąre mi├čratende Sterblichkeitsparaden. Unsere psychoanalytische R├╝ckbezugsgr├Â├če ist entsprechend der Todestrieb. Pedalisierende Absetzungsfolie daf├╝r ist Lacans strukturalistischer ┬╗linguistic turn┬ź. Ferner beziehen wir expressis verbis die Dingkontexte in diese Seinsdramatik ein; dies in kritisch r├╝ckgewendetem Ausgang vom Anti-├ľdipus (und nicht zuletzt auch in Reverenz zu Heideggers sp├Ąter Technikphilosophie). Wir verfahren Technik-mythosophisch, spielen das Symbolisch-, das Symptomatischwerden der Dinge dergestalt aus, da├č der Symbolgehalt selbst schon den Produktionsgrund derselben ausmache."
Zur Philosophie von Krankheit; in: Retro III, 147f.
pathognostische Wendung
"So die grundlegende pathognostische Wendung: aller Individualpathologie vorausgeht diejenige der wesentlich martialischen Kultur. Jene anma├čt sich, je partiell symptomatisch diese - selbst schon eine einzige Anma├čung vorweg -, in aller Ambivalenz der verstrickten Aufopferung daran."
Pathognostische Prospektiven; in: Pathognostische Interventionen I, 25

Verweise  
Ausführungen