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Pathognostik als Rationalitätsgenealogie
"Genealogie verläßt das pseudos des Allorts konsumatorischer Nachträglichkeit und thematisiert dagegen deren buchstäbliche Herkunfts-Mit-Gift, die schon zitierten Phantasmen der Bereinigung, Entschuldung, Entsühnung, als Präjudizien der Produktion bereits selber, deren herkunftstabuisierte Betreibung die fortschrittslüsterne Entropie von Technik insgesamt besorgt."
Technik und Psychopathologie; in: Pathognostische Studien III, 179
"Genealogie bezweckt, die menschlichen Hervorbringungen alle, kurzum: den Menschheitsinbegriff Kultur, auf deren innere Entstehungsbedingungen hin im Spannungsfeld zwischen Kritik und Legitimation, krisishaft demnach, nachzuschreiben.
Diese generischen Binnenkonditionen können selbst keine historisch faktischen und/oder (proto)wissenschaftlichen sein, insofern sie als solche die genealogische Nachfrage sogleich wiederum provozierten."
Rückstände, 89
"Pathognostik ist der (...) Titel des von mir initiierten Versuchs einer zeitgemäßen Fortschreibung der Psychoanalyse. Die Kritikspitze dieses Versuchs richtet sich gegen deren Subjektivismus, der seine Auflösung allererst erfahren kann in der Objektivitätsversetzung des Unbewußten, gleichbedeutend, disziplinär, mit dem Übergang der Psychoanalyse in Rationalitätsgenealogie, also in Philosophie; eine Maßnahme, die nicht zuletzt dadurch erzwungen wird, daß nur um den Preis der Wiedereinrichtung von Unbedingtheiten das Unbewußte nicht koinzidiert mit den Instanzen, von denen es eben ausgenommen sein müßte (das Selbst/die Dinge)."
"Der Platz ist verflucht"; in: Pathognostische Studien, 68

Ausführungen  
vorläufige Notizen