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Pathognostik versus Psychoanalyse
"Pathognostisch vermieden ist das psychoanalytisch √ľbliche splitting, die Isolierung von Subjekt und Objekt mit ihrer eindeutigen Pathogeneit√§tsschlagseite auf jenes hin, das die ganze Last des an ihm therapeutisch, on dit, gar verschwindenen Phantasmas so zu tragen hat. Da√ü es einzig als krankes phantasmatisch organisiert ist, das soll sich als M√∂glichkeit der Phantasmenliquidation kompensieren: so die Psychoanalyse; w√§hrend die Pathognostik von der phantasmatischen Gleichartigkeit von Subjekt und Objekt ausgeht und keinerlei Chance der Phantasmenaufl√∂sung verhei√üt."
Lectiones pathognosticae, 59
Pathognostik ist der Titel der vom Autor konzipierten kritischen Psychoanalyse als psychoanalytische Philosophiekritik und philosophische Psychoanalysekritik. (...) Ihre von der herk√∂mm­lichen Psychoanalyse abweichende, ihre disparaten Traditionen integrierende Hauptthese lautet, da√ü die gesamte gesell­schaft­liche - institutionelle und technologische - Objektivit√§t bereits dasjenige als ihren eigenen Produktionsgrund in sich enth√§lt, was sich, subjektiv angema√üt, dann in Psychopathologie sanktionell symptomatisch offenlegt, innerhalb der traditionellen Psychoanalyse jedoch nicht derart herk√ľnftig geortet werden kann - hier n√§mlich sind einzig ja die Subjekte 'schuld'. Mit anderen Worten: das synchrone Verh√§ltnis zu den in Symptomen ang√§ngigen Objektivit√§tsausschnitten (wie zum Beispiel in Phobien zum phobischen Objekt) im Sinne deren subjektiver Einbehaltung ist theoretisch wie praktischtherapeutisch innerhalb der Pathognostik zentrale Referenz."
Pathognostische Studien VII, 9

Ausführungen  
Verweise