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Körper \
Phantasma der »lebendigen Leiche«
Ineins lebendig und tot zu sein, »An-und-für-sich-Sein« (Sartre), das Begehren nach der Fülle des Seins, nach der Identität, als Todesbegehren, Verheißung der Schuldfreiheit, bestraft mit Krankheit.
Phantasma der »lebendigen Leiche«
"»Tödlicher Wunschweg des Körpers in die Leiche«, »Nichts-widersprüchliche Seinsbegehrlichkeit« - was soll das? Kaum aber wird ein Weg an der Unterstellung vorbeiführen können, daß der (womit?) »verklebte, ja verkeilte« Körper unnachlaßlich davon wunschträumt, sich als lebendige Leiche letztzuvervollkommnen, einszuwerden nämlich mit seinem toten Double, um dessen Todesmächtigkeit, sich im Ganzen entschuldend, innezuwerden. Hier ist der Ort der entscheidenden Einsicht, einzig von dem aus Krankheit im Kontext ihrer Angänge und Aufhebungen begreifbar würde, und zwar als die rettend bestrafte Anmaßung dieses Gottesphantasmas, eben des Undings der lebendigen Leiche."
Leib - Ding - Körper II. Pathognostische Psychosomatikkritik, 57
 
 
 
Verweise
 
Der Todestrieb verdoppelt repräsentativ den Körper in einen lebendigen und einen toten, wodurch es möglich wird, lebend tot zu sein. Es ist die Spaltung in corps propre und corps matière
Die Einbildung des Dings in den Leib (corps propre) generiert diesen als Organismus (corps matière) und ineins die Dinge als Veräußerung. Krankheit ist das Anhaften der Dinge am Körper, die Blockade der Dingausfällung.
Körper