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Phantasmatik des Gehens
Phantasmatik des Gehens
"Alles normale Gehen ist selbstverstĂ€ndlich durch und durch phantasmatisch, also auf SelbstgrĂŒndung hin motiviert; nur daß diese Universalmotivik sich ausschließlich durch Binnendifferenzierung, konzessive Streckung sozu­sagen zu aktualisieren versteht. NormalitĂ€t, FunktionstĂŒchtigkeit, die also eine Art von Doppelglauben voraussetzt: »trotz Natur und Augenschein« (gibt es keine tautologische ObjektivitĂ€t, vielmehr immer nur, mehr noch als symbo­lische, nĂ€mlich konkretistisch-transsubstantiative) und zugleich »ob Natur und Augenschein«, dieser wegen, (gibt es, umgekehrt, eben diese nicht, sondern ausschließlich jene). Kriterial ist es fĂŒr den zuhöchst glĂ€ubigen, quasi denkerischen Normalstatus aber, daß diese seine AufklĂ€rung in ihn selbst hinein absorbiert sein muß dergestalt, daß einzig die eine Seite, die objektivitĂ€tssichernde, passager Differenz-statuierende SensualitĂ€t, sich exklusiv macht - ganz einfach doch: man kann gehen, das ist so vorgesehen, und um gehen zu können, hat man, sensuell beglaubigt, Beine ..."
Körperphilosophische PropÀdeutik; in: Pathognostische Studien V, 138

Verweise  
Jeder Schritt ist eine Seinserzeugung, insofern er die Differenz von Diesseits und Jenseits indifferenziert.
Eine Phobie des Gehens hat zur Voraussetzung die IndisponibilitÀt des Hinten, weshalb der Vorgang des Gehens memorial nicht eingeholt werden kann.
Ausführungen