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Philosophie
Philosophie ist ein magisches Unternehmen, voller Täuschungen, getrieben von ontologischer Angst vor der Nichtigkeit der menschlichen Existenz.
Magie der Philosophie
"Philosophie: die Sage des Nichts-Sagenden, Zauberworte (im genauen Wortsinn) - Magie der Metaphysik, Usurpation des Todes immerdar, Nichts-permissive Blenden, Schirme, Schilde vor dem Nichts, verbale Hohlformen, die das Verbum auf sich zurückverweisen, in sich hineintreiben, explodieren machen ..."
»Individuum est ineffabile«? Zur Reichweite von Reservationsbegriffen in der Psychotherapie; in: Pathognostische Studien VI, 72
 
 
 
Verweise
 
Philosophie als grandioses Verfälschungsunternehmen: das, was dem Verfall unterworfen und grundlos ist, zum Grund seiner selbst zu machen.
Der metaphysische Dualismus ist so gestaltet, dass ein Ursprung die Erlösung des aus ihm Entsprungenen verspricht.
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Rationalität als Mutterbemächtigung mit Hilfe des toten Vaters, ein Verfügungsanspruch, in dessen Tiefe allerdings die mütterliche Rache lauert.
Ein Gegeneinander von Gewalt: tödlicher Indifferenzsog (Identität) und gegenläufige Differenzeinsprüche.
Die Existenz des Menschen ist ausweglos: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit. Dieser Widerspruch lässt ihn scheitern und entfaltet sich als sein Zerstörungspotenzial.
Pathognostische Philosophiekritik votiert für Differenz und Heterogenität gegen Indifferenz und Identität: Sie konfrontiert die Todesanmaßung der Selbstverfügung mit Sterblichkeitsanmahnung. Sie begreift Rationalität als Opferprozess, der sich in Identitätsformen verschließt.
Medien
Funktion der Medien ist die Einebnung der Differenzen, sie sind das vollkommene Gedächtnis, die totalisierte Vermittlung in der Form der Vergleichgültigung der Inhalte.
Der Inzest ist die Anmaßung des eigenen Ursprungs im alles Andere ausschließenden Selbstbezug. Letztlich ist der Inzest tödlich wie auch der Tod selbst als Zusammenfall mit sich selbst.