Name
Passwort
Themen

Passagen
Philosophie als Todesparierung
Philosophie als grandioses Verfälschungsunternehmen: das, was dem Verfall unterworfen und grundlos ist, zum Grund seiner selbst zu machen.
Metaphysik als Todesparierung
"Wie also geht die Konterkarierung kurzum des Todes vonstatten? Durch eine anfängliche, ich bin versucht zu sagen, not-wendige, Verfälschung, eine insofern auch unaufhebbare Alteration, als ihr Kontrapart immer nur im nachhinein voraus als Movens ihrer selbst erhebbar ist, nicht indessen als ihre isolierbare Alternative. Auf den Punkt besteht sie, die Verfälschung, darin, die Grundlosigkeit des nichtsdurchzogenen Seins, dieses haltlosen Dritten-Alles, umzuwenden in dasjenige, was sich selbst sein eigener Grund sei: »causa sui«, in das Absolute demnach: »ens a se«, den Seinshervorgang aus dem Wesen, der »existentia« aus der »essentia«, den Gott, der folgerichtig dann aus dem Nichts schafft: »creatio ex nihilo«."
Wozu Philosophie?; in: Pathognostische Studien VII, 17
Philosophie und Leichenmimesis
"So, notorisch, die platonische Abendlandhypothek: die Gegenkraft zur Dissoziation, der ständigen Selbstzerfallsdrohung, überhebt sich erhaben zum Ursprung schlechthin, dem Seinsintegral selbst. (...) Philosophie, die initialisierende Großwehr wider den leichenmimetischen Seinsruin, überzogen zur kniefälligen Adoration des transzendenten Noumenon Kontinenz, der göttlichen."
Gottesnöte, meta-physisch; in: Pathognostische Interventionen III, 154

 
Verweise