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Gewalt \
Projektion - Introjektion (Inkorporation)
Jede Projektion ist eine Introjektion, weil sie mit einer Identifizierung verbunden ist. Das Projizierte wird also rückangeeignet trotz seiner Veräußerung. Diese Re-Introjektion ist letztlich tödlich, wird nur vorübergehend in Regie genommen und bildet Krankheitssymptome aus.
Introjektion/Inkorporation
"Macht man in der projektiven Identifizierung die Identifizierung gebührend stark, so fällt deren Überführung in die Introjektion (Inkorporation, Identifikation, Internalisierung) nicht mehr schwer. Denn diese, Identifizierung - Unabkömmlichkeit des Projizierten trotz seiner Projektion -, impliziert den möglichen Rückbefall der Projektion in sich selbst retour, bis hin zur Nötigung der letalen Reintrojektion des Projizierten (Reinzision ins Fleisch), aufgeschoben mittels (des Pseudos) der Inregienahme dieses Persekutionsverhältnisses, eben des Abwehrmechanismus' Introjektion, konkretistischer: Inkorporation - des Insichhineinnehmens, und, nunmehr vermittelt, des Einswerdens mit dem revozierten Projizierten, allemal Identifikation mit dem Aggressor, Internalisierungsmagie."
(Meta)theorie der Abwehrmechanismen; in: Pathognostische Studien XI, 88
Genealogica Bd. 44 Essen: Die Blaue Eule. 2011
 
 
 

Verweise
 
Die menschliche Sterblichkeit wird in ein Außen projiziert, was nicht gelingen kann, denn das Außen ist das Andere meiner selbst, jede Projektion ist zugleich eine Introjektion.
Die todesusurpatorischen äußeren Dinge werden nekrophagisch re-inkorporiert (»Arschmahlzeit der Dinge«) und wenn sie nicht wieder veräußert werden haften sie an als Symptome. Die Re-Inkorporation ist der pathogene Basisprozess.
Die Todesverwerfung führt zur nichtenden Gewalt in Bezug auf das Andere und das Selbst, in welcher Vernichtung sich dann der Tod realisiert.
Inkorporation (Verkörperung) ist Symbol-/Symptombildung. Zwischen Symbol und Symbolisiertem besteht keine Kausalitätsbeziehung, sondern eine phantasmatische Homogenität.
Gewalt