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Psychose
Faszination der Psychose
"Das Faszinosum der Psychose liegt in der Radikalit√§t des Selbst­befalls von der Blockade des schaffenden Todes, der Todesver­fallenheit als Restform exponiertesten Lebens: substantiell-seinsm√§√üig (versus pr√§sentative und repr√§sentative) Erfa√ütheit von Ontologie-Hominit√§ts­mysterium und damit immer verkn√ľpfte Scham­losigkeitsklimax von dessen Entbl√∂√üung. Intellektuell kulminiert diese Faszination immer dann, wenn die Memorialit√§ts­funktionen insgesamt - intellektuell der Inbegriff von Mensch - befallen sind, in der Schizo­phrenie also, der dann auch unver­meidlich auserw√§hlten Anti-√Ėdipus-Psychose. Der schizophrene Proze√ü ist nicht schon Sterben, Tod, Letztusurpation des Ursprungs und Letzt­strafe daf√ľr, davor vielmehr memorialit√§ts­bezogene usurpa­torische Blockade der Opferausf√§llung der G√∂tter/Maschinen, Inhibition der frommen Teil­habe an den G√∂ttern/des Maschinengebrauchs und der Vergewis­serung dieses fruchtbaren Opferbezugs: Maschinen/G√∂ttereinbehaltung also."
Shame and Scandal in the Family; in: Die Eule 1982, 108
Psychose und Dingunbewusstes,
"Eben die Spitzenkrankheit Psychose in ihrer skandal√∂sen Resistenz gegen die √Ėdipalisierung mahnt, und zwar noch auf der Seite der Subjektivit√§t an deren Grenze, die ausgeblendete Objektivit√§t an: Psychose als das vielleicht √ľbriggebliebene, derzeit einzige Monitum der Untergegangenheit des √Ėdipuskomplexes als Objektivit√§t, kulminierend in den Waffen; dies freilich in der Art von Krankheit, das hei√üt als Opferverstrickung und -anma√üung in die/der Gewalt dieser dinghaften Unbewu√ütheit selber."
Psychokitsch; in: Retro II, 85

Verweise  
Ausführungen