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Psychose
Psychose ist Todeseinbehaltung, das heißt, es fehlt an Todesveräußerung als Repräsentation/Dinghervorbringung. Psychose ist somit der Versuch der Aneignung des Ursprungs.
Faszination der Psychose
"Das Faszinosum der Psychose liegt in der Radikalität des Selbst­befalls von der Blockade des schaffenden Todes, der Todesver­fallenheit als Restform exponiertesten Lebens: substantiell-seinsmäßig (versus präsentative und repräsentative) Erfaßtheit von Ontologie-Hominitäts­mysterium und damit immer verknüpfte Scham­losigkeitsklimax von dessen Entblößung. Intellektuell kulminiert diese Faszination immer dann, wenn die Memorialitäts­funktionen insgesamt - intellektuell der Inbegriff von Mensch - befallen sind, in der Schizo­phrenie also, der dann auch unver­meidlich auserwählten Anti-Ödipus-Psychose. Der schizophrene Prozeß ist nicht schon Sterben, Tod, Letztusurpation des Ursprungs und Letzt­strafe dafür, davor vielmehr memorialitäts­bezogene usurpa­torische Blockade der Opferausfällung der Götter/Maschinen, Inhibition der frommen Teil­habe an den Göttern/des Maschinengebrauchs und der Vergewis­serung dieses fruchtbaren Opferbezugs: Maschinen/Göttereinbehaltung also."
Shame and Scandal in the Family; in: Die Eule Nr. 7 (Sondernummer), 1982, 108
 
 
 
Verweise
 
Insofern sich die Psychose der Ödipalisierung widersetzt, ist sie eine Verkörperung der Untergegangenheit des Ödipuskomplexes, des Dingunbewussten.