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Psychopathologie \
Psychose als Schuldaufkündigung
Die Psychose als Verlust der Differenz zum Anderen ist die Aufhebung des Subjekts als Schuldträger, als verantwortliches Subjekt. Insofern ist sie die Rückseite der Normalität.
Rasen der Indifferenz
"Psychose, das ist der uneinnehmbare Dispens des verantwortlichen, schuldkonfessionellen Subjekts (unverantwortlich - im genauen Sinne der Bezeichnung: Antwort verweigernd; Psychose als diese skandalöse Verabschiedung, das vor nichts mehr haltmachende Rasen der Indifferenz, ist zugleich aber nichts anderes als der Revers der Normalität, von Psychose ausschließlich unterschieden durch ihren epi-kalyptischen (versus apo-kalyptischen) Charakter."
Körperding/Dingkörper. Einige psychosentheoretische Anregungen; in: Pathognostische Interventionen I, 154
Genealogica Bd. 50. Essen: Die Blaue Eule. 2015
Begriffe: Psychose,
 
 
 

Verweise
 
Psychose ist Todeseinbehaltung, das heißt, es fehlt an Todesveräußerung als Repräsentation/Dinghervorbringung. Psychose ist somit der Versuch der Aneignung des Ursprungs.
Wenn sich in der Psychose das Verhältnis von Körper und Dingen derart umkehrt, dass die toten Dinge lebendig werden und der lebendige Körper tot, dann wird der produktive Ursprung der Dinge angezapft, in dem die Dinge aus einer Tötung entstehen.
Psychose und Intellektualität verweigern beide die Entschuldung durch den Übergang in Epikalypsen. Die Psychose bleibt diesseits des Übergangs, Intellektualität besetzt den Übergang selber.
Psychopathologie