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Psychopathologie \
Psychose und Dingunbewusstes
Insofern sich die Psychose der Ödipalisierung widersetzt, ist sie eine Verkörperung der Untergegangenheit des Ödipuskomplexes, des Dingunbewussten.
Psychose und Dingunbewusstes
"Eben die Spitzenkrankheit Psychose in ihrer skandalösen Resistenz gegen die Ödipalisierung mahnt, und zwar noch auf der Seite der Subjektivität an deren Grenze, die ausgeblendete Objektivität an: Psychose als das vielleicht übriggebliebene, derzeit einzige Monitum der Untergegangenheit des Ödipuskomplexes als Objektivität, kulminierend in den Waffen; dies freilich in der Art von Krankheit, das heißt als Opferverstrickung und -anmaßung in die/der Gewalt dieser dinghaften Unbewußtheit selber."
Psychokitsch; in: Retro II, 85
Genealogica Bd. 36. Essen: Die Blaue Eule. 2006
Begriffe: Psychose,
 
 
 

Verweise
 
Die Psychose versucht sich die Gewalt anzueignen, der sich die Objektivität/Normalität verdankt. Dies ist die Gewalt der Repräsentation, die sich in dieser Usurpation selbst zerstört.
Wenn sich in der Psychose das Verhältnis von Körper und Dingen derart umkehrt, dass die toten Dinge lebendig werden und der lebendige Körper tot, dann wird der produktive Ursprung der Dinge angezapft, in dem die Dinge aus einer Tötung entstehen.
Psychopathologie