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Psychopathologie \
Psychose und Körper
Die Psychose ist der Verlust der Differenz zum Ding, wodurch dieses in die Körperempfindung gleichsam hineinwächst; die Dinge werden introjiziert. Das so gefühlte Ding wird zur Körperprojektion.
Psychose und Körper
"Die Körpersensationen des Psychotikers sind keine solchen des wahrnehmbaren organischen Körpers - der »corps propre« reicht hier überhaupt nicht aus -, vielmehr solche einer rein imaginären Korporalität, des organlosen Körpers der Dinge selber schon, in den Körper hinein zurück genommen, »introjiziert«. (...) Allemal aber ist der Dingbezug in dieser unerreichbaren Imaginarität am Werke: sie ist das gefühlte Ding als Ding als Körperprojektion selber. Psychose, die von sich her die pathognostische Spur in »Welt«, Dingkontexte hineinlegt."
Zur Drees'schen modifizierten Balintgruppe; in: Pathognostische Studien III, 80f.
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990
Begriffe: Psychose,
 
 
 

Verweise
 
Psychose ist Todeseinbehaltung, das heißt, es fehlt an Todesveräußerung als Repräsentation/Dinghervorbringung. Psychose ist somit der Versuch der Aneignung des Ursprungs.
Wenn sich in der Psychose das Verhältnis von Körper und Dingen derart umkehrt, dass die toten Dinge lebendig werden und der lebendige Körper tot, dann wird der produktive Ursprung der Dinge angezapft, in dem die Dinge aus einer Tötung entstehen.
Psychopathologie