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Rückeinschnitt des Dings in den Körper
Das Ding ist die Verhüllung der Schuld seiner Produktion. In der Krankheit wird die in den Dingen eingeschlossene Schuld in den Körper rückeingebildet zum Symptom.
Rückeinschnitt des Dings in den Körper
"Das Gefälle zwischen Normalität und Krankheit mäßigt sich erheblich, unter Umständen gar bis zur Vertauschung beider Posten. In der Homogeneität der Sadismen nämlich taucht Pathologie als eine systemimmanente Zirkulationsphase auf (»Sadismus als Perversion«): als Gewalt- und Schuldverdichtungsmodus, mit der Gefahr der Phantasmaentblößung ausgestattet. Pathologie - der Rückeinschnitt des Dings in den Körper im Ganzen an einem Teil und darin in sich aufgeschoben, wie zu einem skandalösen Memorial quergestellt/aufgetürmt; Schuldresorption der dinglichen Schuldepikalypse in den Körper retour, sistiert zum Zug und Gegenzug, dem Gezerre je eines semiapokalyptischen Symptomblickfangs."
Philosophenlesung über Technik - Todestrieb - Tod; in: Pathognostische Studien III, 254
 
 
 
Verweise
 
Krankheit ist die hilflose Erinnerung der Schuld der Produktion am Ort der Konsumtion. Doch diese Erinnerung bleibt geblendet durch die trügerische Schuldfreiheit der Konsumtion, durch ihre Indifferenz.