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Rationalität als Inzestveräußerung
In der rationalen Herrschaft über Natur wird der Mensch zum Gott der Welt. Diese Herrschaft gründet in der inzestuösen Verfasstheit des Ichs, Rationalität ist die gewaltförmige Veräußerung des Inzests.
Rationalität als Inzestveräußerung
"Daß die Rationalitätsbildung (und -erhaltung) adaptives Grundkriterium ist, bedarf keiner weiteren Demonstration; ein Vergleich dieser kriterialen Transfigurationsform mit den übrigen substratidentischen Formen (etwa der künstlerischen) erwiese ihre Hegemonie sogleich, eine Hegemonie freilich immer nur im systematischen Zusammenhang mit diesen andersartigen Transfigurationen. Per rationem - im Sinne der naturwissenschaftlich-technischen Rationalität - wird der Mensch zum Gott der Welt; in dieser adaptiven Matrix kulminiert seine Herrschaft über Natur. Sie ist begründet, wie gesagt, in der dialektisch-inzestuösen Stigmatisierung des Ich: die gewalttätigste Inzestumkehrung imponiert - transfiguriert - als historisches Artefakt der Rationalität."
Logik und Inzest in: Die Eule Nr. 4, 61f.
 
 
 
Verweise
 
Philosophie ist ein magisches Unternehmen, voller Täuschungen, getrieben von ontologischer Angst vor der Nichtigkeit der menschlichen Existenz.
Philosophie als grandioses Verfälschungsunternehmen: das, was dem Verfall unterworfen und grundlos ist, zum Grund seiner selbst zu machen.
Rationalität als Mutterbemächtigung mit Hilfe des toten Vaters, ein Verfügungsanspruch, in dessen Tiefe allerdings die mütterliche Rache lauert.