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Scham - Schuld - Sucht \
Rauchen
Rauchen ist eine Inbesitznahme des entzogenen Körpers, ein gleichsam mystischer Zusammenschluss mit sich selbst.
veräußerter Stoffwechsel
"Die gerauchte Droge ist die Organprojektion des korporellen Metabolismus, organloser Körper dieser Organizität, nicht sogleich organloser Körper schlechthin, also das Selbstbewußtsein, vielmehr differierend dazu. (...) Die ausschlaggebende Maßnahme, dies Projekt zum Gott zu machen, ist die Aufhebung der Irreversibilität, die Inversion des Metabolismusvektors daran: Verbrennenmachen des externalisierten Stoffwechselkörpers, der invers die Verbrennungsmedialität seiner selbst produziert: Rauchhervorbringung. (...) Konsumatorisch fungiert der Rauch dann als Inbegriff der Inbesitznahme des Atmens und dessen gesteigerter Selbstfühlung, so als könnte die beschränkte Willkürbeherrschung der einschlägigen Organe entgrenzt werden."
Sucht in: Pathognostische Studien II, 167f.
 
 
 
Verweise
 
Drogen
Die Droge ist eine Gottesverkörperung im Sinne der Verheißung der Selbstverfügung als sich an sich selbst vernichtende Entschuldung.
Sucht
Sucht ist Sehnsucht nach Aufhebung der Differenzen – des Mangels, der Trennung, des Hungers –, Einswerden mit den Objekten des Begehrens (nicht nur der Nahrung).
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Scham - Schuld - Sucht