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Realisierung des Imaginären
Realisierung des Imaginären
"Der Geschwisterinzest besteht darin, die beiden einschlägigen Inzestfiguren der Signifikation eben als Geschwister real zu setzen: Signifikat (Vater-Tochter-Inzest, kasernierte Mutter) = Schwester; Signifikant (Mutter-Sohn-Inzest, toter Vater) = Bruder. Solche Entsymbolisierung - vergleiche Baudrillards semiologische Reduktion der symbolischen Funktion -, Realisierung des Imaginären unmittelbar, entropisiert mit Notwendigkeit den Geschwisterinzest zur Ontologieausgeburt der Produktion von Engeln, Licht-Helden, modern: der restlosen Aufzehrung selbst des Tauschwerts in seiner Restsymbolizität. (Engelkasuistik)"
Taumel und Totenstarre, 160
 
 
 
Verweise
 
Die Inzeste des Ödipuskomplexes: der oral-einverleibende Mutter-Sohn-Inzest, der anal-ausstoßende Vater-Tochter-Inzest und der urogenitale Geschwisterinzest werden zugeordnet den Bereichen der Konsumtion, Produktion und »Aufzeichnung«.
Die Ersetzung der Dinge durch Bilder oder die Vollendung der Warenwelt in der Reklame sind Ausprägungen des medialen Geschwisterinzest. Der Geschwisterinzest ist die simulative Ersetzung von Mutter und Vater und entspricht der medialen Indifferenzierung.