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Repräsentation
"So zentrierte sich der »ursprüngliche Sadismus« als Eros-Inversion des »Ursadismus«, konventionell ausgedrückt, in Vorstellungs-, Erinnerungs- und Denkvermögen des Menschen, kurzum in der Re-präsentativität selber, exklusiv in dieser bis hin zu deren - regelmäßig zum schwersten Schaden der umfassenden Theoriebildung ausgelassenen - Erfüllungsform in Dinglichkeit (Technologie, Institution). Auf den kriterialen Punkt gebracht: der »ursprüngliche Sadismus« ist die Re-produktivität als die humane Produktionsform selber."
Wissenschaftlichkeit und »ursprünglicher Sadismus«; in: Pathognostische Studien III, 91
"Auf Menschniveau spielen sich die Wechselfälle des »eigentlichen Sadismus« als die Vollzüge des Repräsentationsvermögens - also semiologisch, dinglogisch - ab. Es sind dies die rettenden projektiv-prothetischen Ekstasen des menschlichen Körpers, der sich in der Rückwendung derselben auf ihn zurück als erfahrbarer Körper allererst ausbildet.
Demnach wäre der »eigentliche Sadismus« der Vollzug der Repräsentativität; der »ursprüngliche Sadismus« entsprechend das Repräsentationsvermögen; der »Ursadismus« die Dauererinnerung der Herkunft, der Gefahr des Rücksogs/der Wiedereinziehung dieses Vermögens; »Sadismus als Perversion« als Inbegriff von Pathologie der faktische Durchschlag dieses Monitums."
Kleinbürger-double-binds; in: Pathognostische Studien III, 109
"Probleminbegriff: das Ersetzungswesen, der Re-präsentationscharakter der Sprache; Sprache als memorial, »Totengedächtnis«, und der Vorstellungsvorgang als Opferung, »Tötung«. (...) Diese Vermögen/Instanzen aber sind unabkömmliche Gewaltgrößen. Nicht daß es irgend anders ginge, doch müßte, so meine ich, dieses Gewaltkriterium wie ein memento mori immer mitvollzogen werden, und zwar selbst auch dann, wenn sich dieser Vermögenseinsatz in ihm selber zu verbrauchen und zu erschöpfen scheint."
Zur Drees'schen modifizierten Balintgruppe; in: Pathognostische Studien III, 74

Ausführungen  
vorläufige Notizen