Themen

Passagen
Psychopathologie \
Schizophrenie - Paranoia
Schizophrenie und Paranoia lassen sich von der »projektiven Identifikation« her unterscheiden: die Schizophrenie wird beherrscht von der Identifikation als Auslöschung der Differenz, die Paranoia von der Differenz als Verfolgung.
Schizophrenie - Paranoia
"Schizophren streicht sich in der »projektiven Identifikation« das »projektiv« wie durch, während in der Paranoia die »Projektion« das unabkömmliche »identifikatorische« Element schismatisch zu kassieren scheint. Reziprokes in sich wie aussichtslos kreisendes Auxilium demnach: Schizophrenie, die die paranoische (Selbst)verfolgungsdramatik, und Paranoia, die den schizophrenen De-personalisierungs-, den Vergleichgültigungssog - symptomstärkend beide Male - zu unterbinden trachtet."
Abgründig abbrechende Begehrensspitze: Psychose. Pathophilosophische Aufschlüsse von Schizophrenie, Paranoia und Depression; in: Pathognostische Interventionen II, 45
Genealogica Bd. 52. Essen: Die Blaue Eule. 2016
 
 
 

Verweise
 
Psychose ist Todeseinbehaltung, das heißt, es fehlt an Todesveräußerung als Repräsentation/Dinghervorbringung. Psychose ist somit der Versuch der Aneignung des Ursprungs.
Das eigene Innere wird reklamiert als Schutz gegen das bedrohende Äußere; vorausgegangen ist eine Anmaßung der Aneignung, eine scheiternde Fremdbemächtigung.
Psychopathologie