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Scham - Schuld - Sucht \
Schuld der Menschwerdung
Fortschreitende Schuldsteigerung, beginnend mit der Geburt: Sturz in die Vereinzelung, Nötigung zum Selbstsein, Geburtswiderruf und inzestuöser Rücksog, Differenzsetzung und Abspaltung des Anderen. Und am Ende die Paranoia als Angst vor dem ausgelöschten Anderen.
Schuld der Menschwerdung
"Es ist die ur-sprüngliche Schuld der - zugleich erlittenen - Gewalt des Werdens, des Hervortritts, der Geburt; die tödliche Letztverlassenheit des plötzlichen Allesseins. Und um nicht sogleich daran zu vergehen, muss der vermeintliche Rückfall, Geburtswiderruf, die regressive Gewalt des Trugs der (Wieder-)Vereinigung, her - sich steigernde Schuldfortsetzung so, in der Art des wiederum tödlichen Allinzests, wenn sich nicht bereitfindend dazu, den Anfangsstatus, also kontrarietätsvermittelt, scheinbar zu restituieren: sich in sich, (re)differenzierend, aufzuspalten/zu zerreißen; was abermals tödlich ausfiele, wenn nicht, weiterhin schuldsteigernd, die Anderengeburt als der Abfall, die Leiche meiner selbst - Pseudos der Todesabgeltung - resultieren könnte, allerdings dann um den Preis, meines Lebens vor dem Anderen nicht mehr sicher zu sein."
Violentiae. Beiträge zur Pathognostik der Gewalt, 20
 
 
 
Verweise
 
Autarkie, Sichselbstgenügen, das Ich, der Inbegriff der Schuld, insofern es um die Aufzehrung (Opfer) des Stoffs durch die Form geht. Dadurch wird das Leben zu einem im Toten (der Dinge), darin zugleich entsühnt durch den Tod.
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