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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Selbstauffüllung
Die Selbstwerdung des Menschen ist ein Absturz auf sich selbst, eine narzisstische Selbsterzeugung, die sich der inzestuösen Vernichtung des maternalen Heterons verdankt, um sich als Wiedergeburt aus dem Vater zu vollenden.
Hominisation
"Der Abgrund der Selbstbewußtheit - jene Freilassung des Menschen aus der Natur vermag der Mensch nur mit sich selbst wiederum aufzufüllen; er stürzt im Absturz seiner Entstehung notwendig auf sich und in sich selbst zurück. In diesem Prozeß scheint es weiter nun immanent unvermeidlich, ein totales quid pro quo zu inaugurieren, nämlich das Nichts des Selbstbewußtseins im Absturz auf es hin mit materialer Inzestvernichtung, substantieller Heteronomie, Selbst-losigkeit zu identifizieren und entsprechend dann in einer ganzen so eingerichteten Evolutionsserie - von der Zeugung bis zur ödipalen Phase - dies ganze maternale Verwechselte seiner Umkehrung im beendeten Abgrund, dem Selbstwerdungs-Aufprall auf das Spiegelbild und der Metamorphose in es hinein, als Wiedergeburt aus dem Vater zu opfern."
Taumel und Totenstarre, 133
Münster: tende Verlag. 1981
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Verweise
 
Ödipuskomplex, Narzissmus, Todestrieb: eine Sequenz der Selbstautarkisierung, die der Triebinbegriff ist. Ersetzung der Eltern, Zerstörung des Anderen, Verkörperung des Todes.
Der Selbstbezug, der alles Andere ausschließt, indem es entweder vernichtet oder zu einem Teil von einem selbst wird, ist die Kompensation eines frühen Traumas. Insofern ist das Ich ist ein Symptom.
Der Ödipuskomplex ist das Phantasma der Selbstaneignung als Aneignung des eigenen Ursprungs, der Eltern, als Vatermord und Mutterinzest.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb