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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Selbstbewusstsein als Todestrieb
Insofern sich Selbstbewusstsein als Selbsttransparenz versteht, sich als Grund seiner selbst reflexiv zu vergewissern glaubt und so alles Fremde/Andere in sich aufhebt, ist es die narzisstische Gestalt des Todestriebs.
Selbstbewusstsein als Verkörperung des Todestriebs
"... »daß das Selbstbewußtsein selber der Todestrieb sei«: der Hominitätsinbegriff Selbstbewußtsein, der sich autarkisch als der Grund seiner selbst ausgibt - als homogene Größe die Möglichkeit bruchloser Selbstreflexion unterstellend. Dieser »narzißtische« Selbstbegriff muß mit dem »Todestrieb« identisch sein, sofern Selbstgründung durch nichts anderes gewährleistet sein kann als durch die Vernichtung aller Alterität (heteron), ultimativ-dinglich hinwiederum als der Selbstgründungs-Ausfällungen suizidales Wesen. Die Apokalypse als Apotheose - mein Abendlandkürzel."
Zynismus-Diskussion; in KAUM. Halbjahresschrift für Pathognostik 2, 79
Wetzlar. Büchse der Pandora. 1986
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Verweise
 
Aus dem Wissen um die Sterblichkeit entsteht das Selbstbewusstsein. Es ist wie eine Wunde, die sich zu schließen versucht. Der Wunsch nach Selbstgründung ist eine Abwehr des Todes.
Der Selbstbezug, der alles Andere ausschließt, indem es entweder vernichtet oder zu einem Teil von einem selbst wird, ist die Kompensation eines frühen Traumas. Insofern ist das Ich ist ein Symptom.
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