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Selbsterfüllung
Lust und Selbstbeglaubigung
"Als Lustzweck gilt der Selbstbewährungsabschluß, die Selbstbeglaubigung, durchaus emphatisch gemeint und gleichwo und gleichwie, im Sinne der Spürbarkeit dessen, daß sich die Grundfigur von Ontologie, subjektiv: ein Stück Selbst, hat erfüllen können. Diese »Arbitrarität« macht das Problem unabweisbar, daß die Lustbesetzung um das Sanktionswesen, das über bestimmte Formen der Selbstbewährung verhängt wird, nicht bekümmert erscheint; die Arbitrarität der Lustkathexe entbehrt also, just indem sie nach Selbstbewährungsmaßen rechtens sein muß, nicht der Gefährlichkeit. Hier schon wird der Problemkontext Lust und Schuld deutlich virulent; vielleicht fürs erste so, daß die Unverhohlenheit von Lust das Strafmaß immer dann heraufsetzt, wenn die Art der Selbstbeglaubigung eh in der Weise sympto­matisch ausfällt, daß sie dem Bannfluch einer mittleren Normalität verfällt: Selbstbeglaubigung als Falle wie z.B. bei den sogenannten Perversionen."
Taumel und Totenstarre, 110
 
 
 
Verweise
 
Sexualität als totalisierender Körperrückbezug aus der Perspektive eines Körperjenseits, eine phantasmatisch-sentimentale Körperfetischisierung.
Sexuelle Erregung als todestriebbestimmte Ekstatik des menschlichen Körpers zur Verdinglichung des Anderen (oder sich selbst als Anderen).