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Sexualität
"Die erste einschlägige Rahmenmaßnahme im Zusammenhang der Normal­fetischisierung von Sexualität im engsten Sinne wäre Ikonisierung zu nennen. Dem zum Gesamtkörper metonymisierten/metaphorisierten Regres­sions-, Inzestwunsch entspricht auf der Gegenseite das Mortalitätsanalogat zum Spiegelbild, gestaltkonserviert, doch phantasmatisch totalentrückt: Ganzporträt-, Ganzakthaftigkeit von Frau." Dann die "Verausschnittung des Genitalsektors: Fragmentierung/Isolierung, die angemessen disponibel Todesspiegelung der jenseitigen Erosverdichtung, Metaphorisierung." - "Die Opferhandlung ist angelaufen." "Die nächste dritte dornenreiche Arbeits­maßnahme sieht sich vor der Aufgabe, den eigenen Erektionsprogreß restlos im gleichermaßen zur Disposition fortgeschrittenen Gegenüber extrapolativ zu machen, zu spiegeln."
Philosophie der Sexualität; in: Die Eule Nr. 10, 1983, 57f.
"Wie errettet man sich vom sicheren Tode des Narziß, wenn die Kraft des Sehens verlischt, die Sehensprojektion genötigt scheint, sich ganz in inneres Sehen zu verwandeln - ebenso ein memoriakonstitutives Krisismotiv? Die gesamte (visuelle) Vorarbeit steht auf dem Spiel, wenn diese metabasis nicht gelingt, ihr Verspielen das Ende von Mann/Mensch. Die Reüssierensbedingung, sie aktualisiert sich in der phallischen Selbsteinstülpung des Anderen, des also berührbar gemachten, nicht heterogenitätsabfälligen Nichts. Wenn man es fertigbringt, die tödliche Unsichtbarkeit der Materiekontiguität humanistisch zu subvertieren in die memoriale Binnenimagination, fensterlose Vorstellung reiner Selbsthohlraumhaftigkeit (...) umpfänge ich mich selbst, dränge ich in mich selber ein, gefahrlos."
Philosophie der Sexualität; in: Die Eule Nr. 10, 1983, 57f.
"Und schließlich die Endphase: Ejakulation. Jetzt steigert sich das zyklische Dispositionsspiel zur Göttlichkeitskulmination seriös erfüllter Selbst-autotomie, die vermeint, den gesamten Selbstraum bruchlos, bar der Heterogenitätsraptur, in grandios totalisierter Indifferenz bleibend aufzufüllen; Selbstransit rein in sich selbst, hin- und zurück stehend bewegt ohne Rest, Himmelsrasen."
Philosophie der Sexualität; in: Die Eule Nr. 10, 1983, 61

Ausführungen  
vorläufige Notizen