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Ursprungsaneignung (Inzest) \
Spontaneität
Spontaneität ist die Ignoranz gegenüber dem Anderen, letztlich seine Auslöschung, um das Phantasma der eigenen Absolutheit zu stützen.
Spontaneität
"Im Register der Generationssexualität stellt der Inzest die zu Bruch gehende Überwertigkeit der Spontaneität dar: das göttliche Selbst-alles-sein, in den Count-down zum Tode umgeschlagen. Spontaneität decouvriert sich so als zutiefst kollapsisch ? homo-sexuell: letale Opferung des Anderen des Geschlechts, des sexuellen heteron, um des eigenen Bestandes, der Groteske seiner Absolutheit willen."
Pathophilosophische Einfälle ins rettende Desaster von Freiheit; in: Pathognostische Studien X, 215
Genealogica Bd. 43. Essen: Die Blaue Eule. 2010
 
 
 
Verweise
 
Ichautonomie ist in sich gewaltförmig, verdankt sich der inzestuösen Aneignung des mütterlichen Ursprungs mittels des toten Vaters. Das Ich ist die Verhüllung von Vatermord und Mutterinzest.
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Die narzisstischen Übertragungsformen zielen auf die Auslöschung des Anderen, es wird ein Teil des Selbst, verfügbar wie ein Ding. Und dies frei von Schuld.
Der Narzissmus (Selbsthervorbringung) ist die Steigerung des Ödipuskomplexes (die Ersetzung der Eltern). Für die eigene Absolutheit wird alles Andere geopfert und zu einem Teil von einem selbst.
Selbstgründung als Aneignung des Ursprungs vollzieht sich als Vernichtung der Alterität. Die Verkörperung von Andersheit ist letztlich der Mutterkörper, dessen Vernichtung sich in der Produktion der Dinge vollendet.
Ursprungsaneignung (Inzest)