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Subsistenzsexualität \
Subsistenzsexualität
Essen, Verdauung und Ausscheidung sind sexuelle Vorgänge, zutiefst inzestuös stigmatisiert als Anderenzerstörung zwecks Selbsterhaltung.
Subsistenzsexualität
"Zumal der prägenitalen Subsistenzsexualität sei ihre schuldchargierte Todeswürde rückerstattet - sie bleibt ja mitnichten auf infantile Entwicklungsphasen restringiert, setzt sich körperlich bis zum Ende, destruktiv Lebenswege ebnend, fort -, secundum ordinem zuerst der Nutrition, der inzestuösesten aller sexuellen Maßnahmen, todestrieblich-konkretistische 'action directe' der Anderen-Zerstörung als Selbst-Erhaltung (vs. genital-sexuell: imaginär inverse Selbstzerstörung als Anderenerhaltung, aber als die Umkehrung dessen wiederum zugleich: Selbstwahrung im Anderen-Abtritt); und die Entfernung von »Eros« daraus, die orale »Triebentmischung«, liefe auf die Aushungerung der Menschheit hinaus."
Ist der Todestrieb - insbesondere als ein für die psychoanalytische Praxis brauchbares Theorem - zu retten?; in: Pathognostische Studien VIII, 135
 
 
 
Verweise
 
Das Essen ist Anderenvernichtung, die sich im Körperinneren vollendet. Ergebnis sind die Exkremente, einerseits Dokumente der Vernichtungsgewalt der Verdauung, andererseits lebensrettende Manifestationen des Scheiterns des nutrimentalen Inzests.
Die Nahrungsaufnahme ist inzestuös stigmatisiert - dieses inzestuöse Begehren (es gibt kein Außen, alles ist in mir) scheitert an der Defäkation - koprophagisch wäre der Inzest (das Einssein mit mir) zu retten, aber mit letalen Folgen - stattdessen dann der vorläufig rettende Übergang von den Exkrementen zu den Dingen - und von den Dingen her dann die Rückaneignung der Dinge in den Körper (Psychose - die »Arschmahlzeit der Dinge«).
Die Steuerung des Verdauungssystem als vegetatives Nervensystem zu bezeichnen, suggeriert eine Unschuld, die es nicht gibt. Die Verdauung ist ein Opferprozess als assimilierende Aneignung des Fremden und damit zutiefst schuldstigmatisiert.
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