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Sucht
"Die Drogenproduktion ist die Gottesgenese selber; Dingniederschlag der Disponibilitätsrepräsentanz des organlosen Körpers als Pflanzlichkeit und Pflanzenauszug, rückwirkend auf den Menschorganismus als dessen peremptorische Exkulpation. Von wegen Unschuld der Pflanzen - ob drogenstofflich im engeren Sinn oder nicht, sie sind (eben wenn nicht) das Schuldakkumulat des Gottes selber ohne dramatisch imponierender Todestransit ins Anorganisch-Tote."
Sucht in: Pathognostische Studien II, 161
"Nicht zuletzt ließe sich Sucht darstellen als die Aussetzung von Schlaf und Erwachen und als die Totalisierung des Traums, der seine Doppelpointierung auf diese beiden identischen Extreme hin dann verlöre. Nur noch Traum als Dauerausdruck des Begehrens selber, der keiner mehr sein kann, seiner Aufschiebungsmechanismen und der Schlafens-/Erwachenswiderlegung des Nicht-Aufschubs verlustig geht."
Sucht; in: Pathognostische Studien II, 166
"Sucht, das ist die Schuldvernichtung als letale Schuldakkumulation im Körper als Korrespondenz zu den Waffen."
Conscientia. Zu einer nicht mehr psychoanalytischen Genealogie des Gewissens; in: Pathognostische Studien II, 70
"Die gerauchte Droge ist die Organprojektion des korporellen Metabolismus, organloser Körper dieser Organizität, nicht sogleich organloser Körper schlechthin, also das Selbstbewußtsein, vielmehr differierend dazu. (...) Die ausschlaggebende Maßnahme, dies Projekt zum Gott zu machen, ist die Aufhebung der Irreversibilität, die Inversion des Metabolismusvektors daran: Verbrennenmachen des externalisierten Stoffwechselkörpers, der invers die Verbrennungsmedialität seiner selbst produziert: Rauchhervorbringung. (...) Konsumatorisch fungiert der Rauch dann als Inbegriff der Inbesitznahme des Atmens und dessen gesteigerter Selbstfühlung, so als könnte die beschränkte Willkürbeherrschung der einschlägigen Organe entgrenzt werden."
Sucht in: Pathognostische Studien II, 167f.

Ausführungen  
vorläufige Notizen