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Krankheit \
Symbolbildung als Ursprungsgedächtnis
Die symbolische Aufladung der Dinge ermöglicht ihre Genealogisierung auf ein vergessenes Körper-Ding-Verhältnis hin. Das psychopathologische Symptom als Dingsymbolisierung wäre ein Aufbruch eines ansonsten verschlossenen Gedächtnisses des Übergangs zwischen Körper und Ding.
Krankheit als Gedächtnisüberfall
"Somit sind in der Symbolbildung Symbol und Symbolisiertes auf Gedeih und Verderb liiert, und zwar als Ursprungsgedächtnis, als die Memorialität beider, von Körper und Ding zugleich. Unschwer dann nachzuvollziehen, daß Pathologie, Psychopathologie zumal, so etwas wie einen Gedächtnisüberfall, hypo- und hypermemorial auf Null und Unendlich hin in einem, ausmacht und als einzigen Gehalt den Terror der Transsubstantiation, das »Unheimliche«, quid pro quo von lebendig und tot, behauptet; Psychopathologie - das rigoroseste Monitum der Opferprovenienz und der Gewalt- und Schuldimplikationen aller Kultur."
Fortschreibung zum Problem einer »Psychoanalyse der Sachen«; in: Retro III, 106
Genealogica Bd. 37. Essen: Die Blaue Eule. 2006
Begriffe: Symbol,Gedächtnis,
 
 
 

Verweise
 
Symptome sind körperlich anhaftende, korrespondierende Dinge oder Dingkontexte betreffende Symbole. Sie sind keine subjektiv-kontingenten Zutaten zu den Dingen, sondern bezeichnen deren Produktionsmotiv.
Krankheit