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Pathognostik \
Symptomfokussierung
In der Psychoanalyse werden Symptome nicht direkt angegangen, der analytische Weg läuft über die übertragungsvermittelte Arbeit an lebensgeschichtlichen Traumata. In der Pathognostik wird primär das Symptom quasi mimetisch auf seine Objektivitätskontexte befragt.
Symptomfokussierung vs. Traumabearbeitung
"Pathognostik konzentriert sich anfänglich exklusiv auf Symptome. Genauer noch, im Rahmen dieser Konzentration, auf diejenigen sozusagen umweltlichen Dauerbezüge, die sie mitausmachen: auf die Synchronie des immer irgend abgesperrten, krankheitshalber unbrauchbar gemachten Symptomkontextes. (...) Die Symptomfokussierung schwerpunktmäßig als symptominhärenter Binnenverweis nach außen, kurzum: auf »Objektivität« ist das erste Differenzkriterium."
Lectiones pathognosticae, 42f.
 
 
 
Verweise
 
Im Krankheitssymptom scheitert die Unschuldsbehauptung des Gebrauchs und die Schuld der Produktion bricht auf. Die Glätte des Funktionierens bekommt Risse, in denen sich die die verunbewusstete Gewalt manifestiert.
Symptome sind körperlich anhaftende, korrespondierende Dinge oder Dingkontexte betreffende Symbole. Sie sind keine subjektiv-kontingenten Zutaten zu den Dingen, sondern bezeichnen deren Produktionsmotiv.
Pathognostik