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Passagen
Dinge \
Therapeutik der Dinge
Dinge und Körper befinden sich in einer wechselseitigen Botmäßigkeit. Die Dinge warten dienstbereit auf ihren Gebrauch; dafür wird auf Seiten der Körper das Opfer der Arbeit entrichtet. Die Dinge sind das Versprechen der Unsterblichkeit. In ihnen versucht der Körper seine Sterblichkeit wegzuschaffen.
Ding-Gnade
"Jedes hinterlassene Ding wird, sehnsüchtig gar, in seinem unendlichen Masochismus, darauf warten, von mir gebraucht zu werden, befindet sich außerhalb des Gebrauchs im durchgängigen Wartestand der reinsten Therapeutik. Bitte-Danke auf des Dinges Seite, Ding-Gnade. Und dies die Einklagung des Lohns der Mühe der inversen Dienstfertigkeit: daß ich, immer Dingdienerisch, arbeite und einzig, arbeitend, gerechtfertigt bin. Das Bitte-Danke sodann auf der anderen, des Körpers Seite; Körper-Werke, -Opfer, die immer auch gewährlose Voraussetzung der Ding-Gnade. Der Zweck dieses mythischen - mythisch-zivil immer auf Privateigentum/­Eigentumsdelikt ausgehenden - Realtheaters liegt auf der Hand: Eskamotierung der Schuld des unabdingbar schuldigen sterblichen Körpers, der sich dinglich zu über-leben sucht."
Körperding/Dingkörper. Einige psychosentheoretische Anregungen; in: Pathognostische Interventionen I, 147
Genealogica Bd. 50. Essen: Die Blaue Eule. 2015
Begriffe:
 
 
 

Verweise
 
Technik ist die Wiederkehr des verworfenen Körpers im Dinglich-Toten. Sie verdankt sich der Umwendung des »Ursadismus« in den »ursprünglichen Sadismus« und garantiert so die Vermeidung der Selbstvernichtung des Körpers.
Dinge sind die phantasmatische Entschuldung des Körpers, welche den Körper die Dinge begehren lässt, wovor die tautologische Dingverfassung einen prekären Schutz bietet.
Dinge