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Therapeutik der Dinge
Dinge und Körper befinden sich in einer wechselseitigen Botmäßigkeit. Die Dinge warten dienstbereit auf ihren Gebrauch; dafür wird auf Seiten der Körper das Opfer der Arbeit entrichtet. Die Dinge sind das Versprechen der Unsterblichkeit. In ihnen versucht der Körper seine Sterblichkeit wegzuschaffen.
Ding-Gnade
"Jedes hinterlassene Ding wird, sehnsüchtig gar, in seinem unendlichen Masochismus, darauf warten, von mir gebraucht zu werden, befindet sich außerhalb des Gebrauchs im durchgängigen Wartestand der reinsten Therapeutik. Bitte-Danke auf des Dinges Seite, Ding-Gnade. Und dies die Einklagung des Lohns der Mühe der inversen Dienstfertigkeit: daß ich, immer Dingdienerisch, arbeite und einzig, arbeitend, gerechtfertigt bin. Das Bitte-Danke sodann auf der anderen, des Körpers Seite; Körper-Werke, -Opfer, die immer auch gewährlose Voraussetzung der Ding-Gnade. Der Zweck dieses mythischen - mythisch-zivil immer auf Privateigentum/­Eigentumsdelikt ausgehenden - Realtheaters liegt auf der Hand: Eskamotierung der Schuld des unabdingbar schuldigen sterblichen Körpers, der sich dinglich zu über-leben sucht."
Körperding/Dingkörper. Einige psychosentheoretische Anregungen; in: Heinz/Kamper/Sonnemann (Hg.): Wahnwelten im Zusammenstoß, 71
 
 
 
Verweise