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Therapieziel Gebrauchstravestie
Differenzierung von Körper/Selbst und Ding
"Entscheidend ist demnach die nicht-kausale Synchronie jeweils des Körper/Selbst-Dingverhältnisses, das, im Krankheitsfall indifferent geworden, seiner Differenz (wieder)zugeführt werden soll; dergestalt aber, daß die zurückgewonnene Differenz die Wertigkeit der pathologisch vorausgegangenen Indifferenz (nicht zuletzt deren Erkenntniswertigkeit) nicht einfach vergißt. Therapie, die nicht auf den Normalgebrauch, vielmehr auf spezifische Gebrauchstravestien abzielen sollte."
Projektskizze für M. Pohlens »Der Fall der Psychoanalyse«; in: Metastasen, 20
Gebrauchstravestie als Therapieziel
"Worauf die pathognostische Prozedur abzweckt? Gewiß nicht darauf, den psychopathologischen Ausfall von Gebrauchsfunktionen wie antipsychiatrisch zu stabilisieren. Selbstverständlich geht es um deren Wiederherstellung, und seien die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen noch so geringfügig. Gleichwohl gilt in aller Strenge die Forderung, der in dieser Restitution aufgelösten Krankheit zugleich quasi die Treue zu wahren: in der un-vergeßlichen Gewußtheit des betreffenden objektiven Dingunbewußten, eines Aufklärungswissens, dessen Tätigkeitsform sinnvollerweise in spezifischen »unernsten« Gebrauchsbrechungen bestehen sollte: in Gebrauchstravestien."
Lectiones pathognosticae, 57
 
 
 
Verweise