Themen

Passagen
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Tod
Jede sprachlich-philosophische Annäherung an den Tod scheitert, der Tod ist das Nicht-Repräsentierbare. Als Grenze der Repräsentation ist er der Inbegriff des Entzugs, das Scheitern der Selbstermächtigung.
Tod
"Man wird es behaupten dürfen: der Tod sei einzig dieses selber: die Absenz des Repräsentierten in der Re-präsentation bis hin zur Nicht-Grenze der A-Repräsentativität, der Begriff des Entzugs als Entzug (abermals Verhüllung ... die sich anfänglich entzogen hat); die maß-lose/unmäßige Marge des Verlusts im Urmehrwert der Dingausfällung; die üppige Not alteritätslediger, transzendenzloser repräsentativer Selbstbezüglichkeit; der begrenzt unendliche Einfang allen Ausscherens, zumal des Ausscherungsmodus Pathologie hier. Ohne Zweifel aber ist dieses Todeswissen nicht quasi unmittelbar, vielmehr immer quasi vermittelt in der mächtigen Haltlosigkeit der Usurpation des nicht usurpierbaren Todes; im Umstand also der Besetzung der absoluten Absenz des Repräsentierten durch den sich absolut behauptenden Nachtrag der Repräsentation."
Philosophenlesung über Technik - Todestrieb - Tod; in: Pathognostische Studien III, 255
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990
Begriffe:
 
 
 

Verweise
 
Die Erschaffung der Dinge, der Technik, der Kultur basiert auf der Verwerfung des sterblichen menschlichen Körpers. Gegen dessen Korruptheit setzt sich die Perfektion und Schönheit der Objekte.
Die menschliche Leidenschaft, den Tod abzuschaffen, produziert den Tod. Alle menschlichen Produkte sind todesstigmatisiert.
Die Selbsttötung ist die Selbstermächtigung als Todesanmaßung in Gestalt des Selbstopfers.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb