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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Todesentäußerung
Der Tod wird ineins entäußert und reintrojiziert und zerstört dabei die Fühlbarkeit dieses Vorgangs, in dessen Zwischenraum sich die Krankheiten ausbreiten als Aufschub des letalen Rückbefall des Todes.
Menschwerdung als Todesentäußerung
"Der Gipfel der Menschwerdung unserer Breitengrade: die Ausscheidung des Todes wendet sich als die Tödlichkeit dieses Todesexkrements gegen die also sich opfernde Fühlbarkeit als deren Tötung, letztlich dergestalt, daß sich dieses Todesexkrement selbst in einem damit umbringt. Wunschmaschinengipfel, und dazwischen, im Aufschub dieser Erfüllung, die notorischen Fetischismen, durchsetzt von Krankheit allenthalben, die den peremptorischen Vernichtungsschlag des maschinellen Todesexkrements gegen die Fühlbarkeit des Tod-ausscheidenden Afters dosierend aussetzt."
Entsühnung; in Kaum 1, 79
 
 
 
Verweise
 
Der Tod wird projiziert als Repräsentation, Gedächtnis, Dinge und selbstzerstörend reintrojiziert als absolutes Selbst. Dieses Selbst ist die Verhinderung der Dingabspaltung; die Rückaneignung der Dinge bricht sich in Pathologie.
Die Existenz des Menschen ist ausweglos: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit. Dieser Widerspruch lässt ihn scheitern und entfaltet sich als sein Zerstörungspotenzial.
Die menschliche Sterblichkeit wird in ein Außen projiziert, was nicht gelingen kann, denn das Außen ist das Andere meiner selbst, jede Projektion ist zugleich eine Introjektion.
Nach der Vorbereitung durch den Ödipuskomplex und den Narzissmus gipfelt die Selbstapotheose (Ursprungsaneignung) im Todestrieb und realisiert sich entweder als Selbsttötung oder Anderentötung.
Insofern sich Selbstbewusstsein als Selbsttransparenz versteht, sich als Grund seiner selbst reflexiv zu vergewissern glaubt und so alles Fremde/Andere in sich aufhebt, ist es die narzisstische Gestalt des Todestriebs.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb