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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Todestrieb und Eros
Eros ist nicht Gegenspieler des Todestriebs sondern sein Helfer, indem er ihn aufschiebend nach außen wendet und in Repräsentativität und Gewalt verwandelt.
Eros im Dienst des Todes
"Eros, Abgesandter des Todes, hat zur Pflicht, eine Lebensschleife in Thanatos' zynischer Allgewalt in der Art von rettend verderbenden Mystifikationen auszubilden, überhaupt und im besonderen. Sein Mittel dafür ist die Verführung zum Gewalterleiden und zur Gewaltausübung sowie a fortiori zur dinglichen Gewaltentäußerung, die sich selbst martialisch-destruktiv wiedereinholt.
Erosfunktionen:
- mimetische Todesparierung Todestrieb
- Seins(nichtungs)stattgabe überhaupt
- primär masochistische Euthanasie bei introjektiver Todesabwehr
- ursprünglich sadistische Gewaltverführung bei projektiver Todesabwehr
- kulturale Selbstverdinglichung."
Todestrieb. Programm einer Revision; in: Todesnäherungen, 40
 
 
 
Verweise
 
Eros als differierender Aufschub des eigenen Todes in das Töten des Anderen ist nur das Verschieben der Gewalt von innen nach außen. Und dabei nicht bar der Hoffnung, dass sich dabei die Gewalt irgendwie aufbrauchen könnte.
Eros bezieht seine Energie aus dem Todestrieb, als Abwehr des Todes entstammt seine Kraft dem Abgewehrten. Es gibt also keinen Triebdualismus von Todestrieb und Eros.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb