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Intellektualität \
Transzendierungspseudologie
Die Aufklärung der Leidenschaft der Indifferenz transzendiert diese nicht, bleibt ihr verfallen, macht sie nur benennbar und bleibt darin selbst eine Gestalt der Indifferenzierung.
Transzendierungspseudologie
"Und auch müßte alle Vorsicht dem suspekten Umstand gelten, daß selbst die intellektuelle Aufklärung des Indifferenzdelirs nicht mehr sei als die unerkannt sublime Version des nämlichen selbst. Mitnichten wird man beruhigt nicht zwar dagegen geltend machen können, daß wenigstens an diesem Punkt sich das Phantasma für seine eigene nicht indessen vernichtende Sichtung wie selbstwidersprüchlich hergibt."
Körperphilosophische Propädeutik; in: Pathognostische Studien V, 151
 
 
 
Verweise
 
Die Schwerverständlichkeit mag der Sache geschuldet sein, gepaart mit einem brüchigen skripturalem Stolz, der sich oft in eine Verweigerung hinein flüchtet. Andererseits gibt es auch die Faszination durch die mediale Vermittlung, wie sie dieses Website-Projekt versucht.
Gegen den tödlichen Sog der Indifferenz (Einheit, Verschmelzung, etc.) setzen sich die schmerzhaften, lebenserhaltenden Differenzen. Aber sie verfallen das Anziehung der Indifferenz und sind nur vorübergehende Aufschübe.
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
Intellektualität ist gottesusurpatorisch. Aber wie nimmt man die Position Gottes ein, ohne sich dabei abhanden zu kommen? Durch Selbstabtrennung, Veräußerung in Sprache und Schrift. Wobei sich beides letztlich in Unverständlichkeit verschließt.
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.
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