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Schlaf - Traum - Wachen \
Traum als Krise der Hülle
Der Traum ist eine dem Verfall ausgesetzte Hülle, die diesen Verfall selbst repräsentiert. Die Hülle ist die Repräsentativität: ein Verschließen in eine Äußerlichkeit, die das Unbewusste, den Triebgrund verbirgt. Eine Hülle kann undurchsichtig, durchsichtig, brüchig sein oder auch zerplatzen.
Traum als Krise der Hülle
"Es spricht alles dafür, daß jeder Traum eine Art von Krisis der Hülle als der Traumrepräsentation selber vollführt. Der Erwachensgrund wäre dann die drohende Entblößung. Botschaft des Traumes: der Stand der Hüllenkrisis, immer rückbeziehbar auf den entsprechenden reflexiven Körper."
Schamnotizen; in: Pathognostische Studien II, 101
 
 
 
Verweise
 
Der Traum beschützt und zerstört den Schlaf zugleich, weil seine Parade des tödlichen Sogs des Tiefschlafs irgendwann zerbrechen muss.
Ist der Traum wie eine Krankheit, die sich im Erwachen auflöst, dann ist die Krankheit ein Steckenbleiben im Übergang vom Traum zum Erwachen, anhaftend am Körper.
Differenz ist Repräsentation, Aufschub, Leben. Diese Differenz wird eingeholt, ist gefährdet durch das Indifferenzbegehren, den Einzug von Differenz in Präsenz, die Göttlichkeit in den Dingen. Diese göttliche Indifferenz wäre die Urschuld, als Identität mit sich selbst, die sich in allen Dingen verhüllt und auf ihre apokalyptische Entbergung wartet.
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