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Traum und Krankheit
Traum und Krankheit
"Zuletzt ist Traum eben wie eine Krankheit, die durch Erwachen rabiat geheilt werden mu√ü, weil sonst der Selbsteingang ins Selbstdouble letal droht. Von hierher k√∂nnte man bereits geltend machen, da√ü Krankheitssymptome, an¬≠haftend, nicht projizierbar, auf die Hypostase des √úbergangs des Traums zum Erwachen zur√ľckzuf√ľhren sind, sich wie, wie immer auch partialisierte, Erwachensverhinderungen, Inhibitionen dieser Art der ultimativen Differenz¬≠bildung, gerieren; Permanenz der Ansicht dieses Transits in seiner Selbst¬≠darstellung als Symptom, freilich dann nicht mehr au√üenvor, vielmehr am eigenen K√∂rper. Woher aber r√ľhrt das Symptom? In dieser Form entsteht es keineswegs erst in diesem √úbergang, es wird vielmehr quasi aus Schlaf und Traum schon mitgebracht; will sagen: der Genesisort ist bereits der √úbergang davor vom Tiefschlaf ins Tr√§umen, das Erwachen in den Traum hinein, wie wenn es m√∂glich w√§re, den Schlaf selbst zu tr√§umen in der M√∂glichkeits¬≠verfassung der Traumsanktion wie durch dessen Pathologisierung."
Hautkrankheit (mit Phobie); in: Pathognostische Studien IV, 116f.

Verweise  
Ausführungen