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Ursprungsaneignung (Inzest) \
Trieb als Abwehr
Trieb als das Begehren, der eigene Ursprung zu sein (Gottesphantasma) ist Abwehr des Todes, der Endlichkeit. Insofern sind die Triebdarstellungen (Sexualität, Aneignung, Aggression) Abwehrarten.
Trieb als Abwehr
"»Trieb« konzentriert sich im Ödipuskomplex (Sexualität), in Narzissmus und Todestrieb (Aggression). Je unterschiedlicher, progressiv metaphysischer (das ist auf die ultima ratio abzweckender) Akzentuierung bringen diese das (Gottes)Phantasma, rein sich selbst sein eigener Ursprung zu sein, zuwege. Was aber heißt, dass diese Triebdarstellungen selbst schon Abwehrarten sind, der Triebbegriff in den einer Urdefensive hinüberzuspielen beginnt - Abwehr, allzeit von Abwehr bereits. Und das Abgewehrte, produktiv wie unproduktiv Niedergehaltene, das ist nichts anderes als der Tod selbst, das Endlichkeitsmonitum schlechthin."
Exkurs zur »Urverdrängung«; in: Todesnäherungen, 88
Begriffe: Gottesphantasma,
 
 
 
Verweise
 
Trieb ist als Gottesbegehren die Verleugnung der Produktion, indem es sich dem Gegenteil der Produktion, den epikalyptischen Verschlussformen ausliefert.
Ödipuskomplex, Narzissmus und Todestrieb sind sich steigernde Austragungen des Absolutheitsphantasmas (Ersetzung der Eltern, Zerstörung des Anderen, Verkörperung des Todes).
Trieb
Beim Menschen gibt es keine »natürlichen« Triebe. Jede Triebregung ist überformt vom inzestuös-narzisstischen, das Selbstbewusstsein ausmachenden Begehren nach Selbstgründung, vor dem nur die verdinglichende Repräsentation schützt.
Ursprungsaneignung (Inzest)